Kapfenberg

Geboren am 5. August 1971 in Bruck an der Mur / Steiermark als mittleres Kind zwischen zwei Schwestern. Aufgewachsen in der Industriestadt Kapfenberg am grünen Stadtrand, auf dem früheren Galgenhügel, wo die Menschen aufgehängt wurden, die auf der Burg Oberkapfenberg zum Tode verurteilt worden waren. Weitere Wohnorte waren Eisenstadt, Wien (Floridsdorf, Hernals, Simmering) und Niederösterreich (Höflein an der Hohen Wand), wo ich auch jetzt noch lebe.

Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich nicht mit Musik zu tun hatte. Meine Erinnerung reicht soweit zurück, als ich zu Musik mit dem Rücken eines Bartwisch (eines Handbesens) auf einen größeren Plastikbehälter klopfte. Meine Mutter, eine bildende Künstlerin, bewegte sich in Kapfenberg in Künstlerkreisen und malte nach klassischer Musik.  Mein Vater war der bodenständigen Volksmusik und Schlagern eher zugetan. Einer der Künstlerfreunde meiner Mutter hatte ein Atelier, in dem dessen Sohn ein riesiges Schlagzeug aufgebaut hatte, wo ich mich auch einmal austoben durfte. Als Kind lernte ich mit fünf Jahren bereits Blockflöte, später Querflöte. In der Volksschule sang ich ab der 1. Klasse im Chor, wo ich sogar einen kurzen Solopart bekommen hatte. Ich hatte angeblich eine wunderschöne Sopranstimme. In der Hauptschule gewöhnte ich mir nachhaltig das Spielen auf der Querflöte ab, obwohl ich nicht so schlecht gespielt hatte. Allerdings übte ich einerseits nicht wirklich gerne, andererseits hatte mein Mathe-Lehrer und Klassenvorstand mitbekommen, dass ich Querflöte spielte. Zwar engagierte er mich, mit ihm und einem Mädchen aus einer anderen Klasse, in einem Trio schöne Volksmusik zu spielen. Doch hatte ich das Gefühl, dass meine Mathe-Note ebenfalls damit zusammen hing, ob ich mitspielte oder nicht. Ich war ein sehr überempfindliches Kind mit großer Angst vor authoritären Menschen. Ich hatte nach der Hauptschule Jahrzehnte lang keine Querflöte mehr angerührt. Erst im Erwachsenenalter schenkte mir jemand ein solches Instrument. Querflötenkonzerte habe ich sehr geliebt, ich wollte jedoch selber nicht spielen.

Es hatte sich in der Hauptschule aber bereits etwas anderes abgezeichnet. Meine ältere Schwester borgte sich von einer Nachbarin immer wieder eine Gitarre aus. Irgendwie bekam ich mit, dass es nicht so schwer wäre, damit umzugehen, und lernte schließlich als Autodidakt die ersten Akkorde. Mitte der 1980er Jahre entwickelte sich die Hochblüte des so genannten Austropop, wobei mich die Steirischen Gruppen mehr interessiert hatten als die Wiener. Von den Wienern gefiel mir Peter Cornelius sehr gut. Am meisten angetan war ich jedoch von STS, deren Lieder ich unbedingt spielen können wollte. Um diese zu erlernen, flossen viele Stunden, die ich besser für die Schule verwendet hätte, ins Gitarre Üben.

Mit meinem ersten selbstverdienten Geld kaufte ich mir 1987 meine erste Gitarre. Mein fester Vorsatz war - obwohl damals vollkommen utopisch - , dass ich mit dieser ins Radio kommen wollte. Ich hatte jedoch überhaupt keinen Plan, wie das gehen würde. Es war auch die Zeit, als ich die ersten Versuche unternahm, eigene Lieder zu schreiben. Was ich mir aber überhaupt nicht vorstellen konnte war, vor anderen Menschen zu spielen. Eine Freundin bat mich inständig, doch die Lieder, die ich spiele, öffentlich zu spielen. Es war vollkommen vergebliche Liebesmüh! Um es vorweg zu nehmen: mit jener Gitarre habe ich schließlich fast 20 Jahre später (2006) die Maxi Single "Schön ist das Land" aufgenommen, auf der sich das Lied "Manchmal" befand. Sowohl "Schön ist das Land" als auch "Manchmal" wurden nicht nur im ORF, sondern auf zahlreichen anderen Radiostationen gespielt.

Als ich ein Jahr lang in Eisenstadt in die Schule ging, war ich in einem Internat untergebracht. Dort gab es einen Musikraum mit allen musikalischen Köstlichkeiten, die sich mein Herz wünschen konnte: ein alter analoger Synthesizer, E- Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Jede freie Minute befand ich mich dort. Es ergab sich, dass ich in einer Schülerband als Bassist mitspielen durfte. 

Wieder in Kapfenberg begann ich in der letzten Bankreihe in der Schule in manchen Unterrichtsstunden, Lieder zu schreiben, wenn mir langweilig war. Dabei entstanden Fassungen von Liedern, die dann wirklich schon ganz gut waren. Eines von diesen spielte ich in einer Jugendgruppe, zu der ich damals gehörte, vor. Ein Freund wollte dieses dann gleich dreimal hören - es kann also nicht so schlecht gewesen sein. Ein Klassenkollege von mir war zudem Mitglied im Kapfenberger Filmclub, sodass ich mit einem anderen Freund gemeinsam versuchte, Filmmusik zu machen. Tatsächlich wurde schließlich in der Fernsehsendung X-Large ein Beitrag von den Kapfenberger Filmtagen gebracht, in dem ausgerechnet ein Ausschnitt mit einer Komposition von mir über die Bildschirme zu hören war. 

 

Wien

Bereits 1992 kam ich nach Wien, um Meteorologie und Geophysik zu studieren. Nach zwei Semestern gab ich das auf und wechselte auf die  Religionspädagogische Akademie (jetzt Kirchlich-Pädagogische-Hochschule). Dort wurde ich von einem Professor tatsächlich bereits als Liederschreiber wahrgenommen. Prof. Josef Schultes förderte nicht nur mein musikalisches Talent, sondern auch ganz gewaltig meinen nach wie vor nicht besonders ausgeprägten Selbstwert.

1994 gab es schließlich den ersten Auftritt, bei dem gleich das passierte, wovor ich immer panische Angst hatte: den Text eines Liedes zu vergessen. Genau das war geschehen... Irgendwie rettete ich mich über diese peinliche Zeit auf der Bühne und glaubte nun aber zu wissen, dass die Bühne nicht mein Ort wäre. 

Allerdings durfte ich im gleichen Jahr eine sehr interessante Erfahrung machen: mangels eines geeigneten Ferialjobs entschied ich mich, als Straßenmusiker zu spielen, stellte mich auf die Favoritenstraße und - ich hatte und habe in meinem Leben nie wieder in so kurzer Zeit so viel Geld verdient. Es musste also doch einigen Leuten sehr gefallen haben. Wie gesagt, auf der Favoritenstraße, nicht auf der wesentlich frequentierteren Kärntnerstraße. Mir war auch aufgefallen, dass die Zuhörenden vor allem bei den eigenen Liedern stehen geblieben waren. Für mich war das dann doch ein Ansporn, dran zu bleiben. 

Von 1994 bis 2003 trat ich immer wieder als Solist an verschiedensten Orten auf.

 

Zu Zweit

2001 erfolgte der Umzug von der großen Stadt Wien in die Idylle des Schneeberglandes, nach Höflein an der Hohen Wand.

Zwischen 2003 und 2008 gab es das Projekt PRIFUE (PRI für Prinz; FUE für Fueloep), bei dem ich mit meiner damaligen Ehepartnerin als Duo auftrat und das ziemlich erfolgreich war. 

Es entstand 2006 die Maxi Single "Schön ist das Land", die neben dem Titellied noch die Lieder "George" als auch "Manchmal" enthielt. Produziert wurden die Titel von Hannes Oberwalder.

"Schön ist das Land" wurde außer in ORF Radio Burgenland und Tirol noch auf zahlreichen inländischen und ausländischen (Südtiroler) Privatradiostationen gespielt. "Manchmal" lief auf ORF Radio Niederösterreich. "George" brachte es auf einer Antikriegsplattform des US Singer-/Songwriters Neil Young, wo Antikriegslieder gelistet waren, von über 3000 meist englischsprachigen Songs im August 2008 auf Platz 35.

Von dem im Jahr 2007 veröffentlichten Album "Aufbruch" liefen vor allem der Song "Zeit für an Tee" zwischen 2007 und 2008 häufig auf Radio Niederösterreich. Auch der Titelsong "Am Aufbruch" wurde hin und wieder gespielt. Auch in Deutschland und in der Schweiz waren einige Titel gelaufen.

2008 folgten  Interviews auf Radio Niederösterreich und ein Auftritt in der Brieflosshow von Peter Rapp.

 

Wieder solo

Seit 2010 bin ich wieder solo unterwegs. Als ich eigentlich schon aufhören wollte, kam ein unerwartetes Angebot an meinem Arbeitsplatz. Als eine zu einer Projektpräsentation engagierte Sängerin kurzfristig absagen musste, wurde meinem Chef mitgeteilt, dass ich selbst geschriebene Lieder vortragen könnte. Dieser Auftritt schlug ziemliche Wellen und machte mir Mut, doch weiter zu machen.

Um etwas Neues auszuprobieren wollte ich ab 2012 ein CD-Projekt verwirklichen, dass sich radikal vom vorhergegangenen unterschied: es sollte ein paar Lieder ausschließlich mit Gitarre begleitet von mir enthalten und ein paar von mir ausgewählte Texte aus der Weltliteratur. Mein Wunsch dazu war gewesen, dass diese Texte von Jemandem gelesen würden, der ihnen einen einzigartigen Ausdruck verleihen könnte. Allerdings musste ich dabei den Kompromiss eingehen, dass es ein Benefizprojekt für die Caritas ist. So gewann ich den ORF Sprecher Otto Clemens, der das Projekt mit seiner Stimme zu dem machte, was ich mir vorgestellt hatte. Der Reinerlös der CD kommt einem Caritas Pflegehaus in Wien zu Gute. Fertiggestellt werden konnte das Projekt erst 2014, weil einige Genehmigungen der Buchverlage etwas gedauert hatten.
2015 kam es schließlich zur Aufnahme der Liedes „Bis zum letzten Atemzug“ und „Frühstückshäferl“ mit Anda Kappeller im Knittel-Ton Studio (Bluatschink); Toni Knittel höchstpersönlich hatte mir Anda, einen Top-Musiker aus seiner Live und Studio Band, vermittelt; unterstützt wurde das Projekt von Fr. Sonja Thallinger (Hospiz Österreich). Digitale Veröffentlichung Juni 2015. Im Sommer 2016 gab es ein paar Promotion-CDs.

Anfang 2017 war das Lied "Frühstückshäferl" ein paar Wochen in einer Hörerhitparade des Radiosenders Radio Weiss Rot aus Wels vertreten.